Sprechen Sie Wellensittisch? ©by Kerstin Butenhoff BZ

BZ erklärt, was Gurren, Tschilpen, Keckern und Schnabelknirschen bedeuten

(Ausgabe vom 09.12.2009)

 

(Mein Dank geht an Frau Butenhoff—sie hat mir den Text netterweise zu Verfügung gestellt)

 

 

Wellensittiche sind die am häufigsten gehaltenen Ziervögel. Die kleinen, munteren Gesellen scheinen den ganzen Tag zu schwatzen, zu zetern, zu schreien. Was das bedeutet, lesen Sie hier.

Wimmern als leiser, glucksender Ton ist ein Bettellaut:
Jungtiere betteln so ihre Eltern nach Futter an, Weibchen ihre Partner.

 

Futterlaute sind leise, hohe Pieptöne:

Trippelt ein Männchen dabei noch um das Weibchen und nickt auch noch mit dem Kopf, will es die Partnerin füttern.

 

Warnlaute sind hell, kurz und schrill:

Damit signalisieren Wellensittiche „Gefahr“ oder „weg hier“.

 

Zetert ein Wellensittich, drückt er seinen Unmut aus:

Ihm gefällt etwas nicht oder er hat zu wenig Bewegung, braucht Freiflug.

 

Gurren, das fast schon klingt wie Brummen

hört man von Wellensittichen, wenn ein Vogel vom Partner gekrault werden möchte.

 

Keckern: Mit einem spitzen, aggressiven Ton

zeigt ein Wellensittich, dass ihm ein Artgenosse oder Angreifer zu nahe gekommen ist.

 

Tschilpen oder Zwitschern ist ein Wohlfühllaut.

Den hört man, wenn der Vogel auf seinem Lieblingsplatz sitzt, vor sich hin singt, an niemanden im Besonderen adressiert.

 

Schnabelknirschen

in Ruhephasen signalisieren, dass die Tiere gesund sind und sich rundum wohlfühlen.

 

Niesen

nutzt ein Wellensittich, um seine Atemwege frei zu machen. Achtung: Fließt Nasensekret, ist er erkältet und muss unbedingt zum Tierarzt.

 

Tipp: Wellensittiche lernen eigentlich nicht sprechen, wie man es von Papageien kennt. Tun sie es, dann nur, weil sie alleine sind und Gesellschaft suchen. Wellensittiche verkümmern seelisch, wenn sie alleine gehalten werden.